Bei gebrauchten Möbeln zählen andere Kriterien als bei Elektronik: Materialzustand, Vollständigkeit der Beschläge und Lieferlogistik stehen im Vordergrund. Herstellereigene Rückkaufprogramme wie IKEAs "Zweite Chance" bieten eine besonders nachvollziehbare Zustandsprüfung, da sie vor dem Wiederverkauf einer eigenen Qualitätskonrolle unterliegen.
Worauf solltest du beim Zustand achten? Bei Massivholzmöbeln zählen Risse, Wasserflecken und die Stabilität von Verbindungen. Bei Polstermöbeln lohnt sich ein genauer Blick auf Bezugsstoffe (Flecken, Durchsitzen der Polsterung, Gerüche) sowie darauf, ob sich Bezüge abnehmen und reinigen lassen. Bei zerlegbaren Möbeln (etwa aus dem IKEA-Sortiment) ist entscheidend, ob alle Beschläge, Schrauben und Aufbauanleitungen noch vorhanden sind — fehlende Kleinteile lassen sich bei manchen Herstellern nachbestellen, bei anderen nicht.
Herstellereigene Rückkaufprogramme als Orientierung Ein gutes Beispiel für eine besonders nachvollziehbare Zustandsprüfung ist IKEAs "Zweite Chance"-Programm: Kund:innen können gut erhaltene IKEA-Möbel zurückgeben und erhalten dafür eine Guthabenkarte. Die zurückgegebenen Möbel werden geprüft und anschließend im Zweite-Chance-Markt (online und in den Filialen) zum Rückkaufpreis zuzüglich Mehrwertsteuer weiterverkauft. Das Programm läuft seit 2019 bundesweit in allen deutschen IKEA-Einrichtungshäusern und umfasst mehrere tausend Produkte, darunter Klassiker wie BILLY oder KALLAX.
Ein wichtiges Detail: Artikel aus dem Zweite-Chance-Markt sind vom sonst üblichen 365-Tage-Rückgaberecht ausgeschlossen — informiere dich vor dem Kauf über die für diese Kategorie geltenden Rückgabebedingungen.